25 Jahre Die Moritzen

ein Bericht zum Jubiläum von Susi Toischer

1982 wurde der Grillplatz an der Struth eingeweiht. Zu diesem Anlass wurde von einigen „jugendlichen“ Westufflern das Stück „Krämerskorb“ aufgeführt. Es spielten, wenn ich mich recht erinnere, Andrea Scheidler, Jürgen Düster, Heike Bendig, Günter Rüddenklau (mit seiner damaligen Freundin Evelyn Hassenpflug). Noch am gleichen Nachmittag fragten Christine Hammer und ich, ob wir auch mitmachen könnten.

1983 spielten wir uns dann „warm“ mit „Im Wilden Westen mit Big Berta“ zur Weihnachtsfeier des TVW. Unser Ziel: Zum 75-jährigen Bestehen des TVW wollten wir ein abendfüllendes Stück auf die Bühne bringen. - So ging es also los.

1984 war es dann soweit: Wir spielten mit „ Hier sind sie richtig“ unser erstes großes Stück. Ich hieß noch Susi Friedrich und war noch jung und schlank. Die Männer hatten alle noch volles Haar und es war noch keiner von uns verheiratet. – Es ist eben 25 Jahre her! Jedenfalls wurde es ein voller Erfolg und wir haben uns vorgenommen weiter zu spielen. Oma Maria hätte gesagt: „och Gott, och Gott, Elend, das habe ich doch schon damals bei dem Gewitter gewusst ...“

Im Herbst 1988 wurde unser Moritz getauft. Zur Taufnachfeier war die Theatergruppe eingeladen – schließlich ist die Bande immer gut zum Resteessen – in dieser Runde haben wir beschlossen uns den Namen MORITZEN zu geben.

Seit 1984 haben wir alle zwei Jahre ein abendfüllendes Stück gespielt. Die Anzahl der Aufführungen wurde immer größer. Eine Ausnahme gab es im Jahr 2000. Es hatte einige private Schicksalsschläge gegeben und wir haben erst 2001 wieder gespielt. Das hatte aber zur Folge, dass wir in diesem Jahr zum 25-jährigen Jubiläum wieder im Spieljahr sind.

Es hat in all den Jahren immer wieder Neuzugänge gegeben. Alle haben sich schnell harmonisch in die Gruppe eingefügt. Vor allem musste jede(r) Neue mit dem besonderen (um nicht zu sagen deftigen) Humor der Moritzen klar kommen. Insider wissen sicher, was ich meine. Man denke nur an den ewig zitierten Satz: „Komm wenn Du kannst – ich kann wenn Du kommst“ oder: „der Günter ist am Spritzen und der Jürgen beim Blasen, die kommen später.“

In den Jahren zwischen den Spielzeiten war es auch nie langweilig. Wir haben viele Weihnachtsfeiern für den TVW organisiert, und regelmäßig kleinere Stücke zum Dorffest aufgeführt. Die Highlights waren hier natürlich die selbstgeschriebenen Stücke vom „Onkel“ August (August Düster sen.). Nämlich „Der Botewagenmitfahrer“ und „Der Schulneubau“. Unvergessen auch unsere Eigenkreationen zu den Fußballjubiläen. Die Sätze: „Nu ettet un drinket ordentlich, dat ji naherr uppen Platze auck wat darstellt“ oder: „Der tut nix, der will nur spielen“ werden immer wieder gerne zitiert.

Überhaupt wird bei allen unseren Treffen gerne und viel gelacht. Viel zu lachen hat auch immer unser Publikum bei den mittlerweile auf 10 Vorstellungen angewachsenen Aufführungen. Unsere „Fans“ kommen dabei aus „aller Herren Ländern“. Man kann also mit Stolz sagen, dass die Moritzen auch über die Grenzen von Westuffeln hinaus bekannt geworden sind. Es macht immer einen Riesenspaß mit den Moritzen zu üben und natürlich auch zu spielen. Ich hoffe, dass es noch lange so bleibt und ich noch lange mitspielen kann.

Inzwischen gibt es schon seit dem Jahr 2000 unsere Junior-Moritzen. Also wird es uns Moritzen hoffentlich auch noch weitere 25 Jahre geben.