Stück 2016

Das Stück

Das Gespenst von Canterville

Die Nachwuchsschauspieler präsentieren mit „Das Gespenst von Canterville“ eine Gruselkomödie in drei Akten. Erstmals spielen die Mini-Moritzen ein längeres Stück. Die Schauspieler sind zwischen 12 und 16 Jahren alt.

Die Cantervilles sind in arger Finanznot. Lord Eggbert, letzter Spross der englischen Adelsfamilie, muss notgedrungen das altehrwürdige Schloss samt Dienerschaft und „Schlossgespenst“ verkaufen. Letzteres hat allerdings große Schwierigkeiten sich mit den neuen Besitzern, der Familie Otis, einem amerikanischen Historiker und seiner Familie, anzufreunden.

Was soll man auch von modernen, aufgeschlossenen Menschen halten, die jahrhundertealtem bewährten Kettenrasseln und Stöhnen mit Hohn und Spott begegnen?

Bald ist es sogar so weit, dass sich Sir Simon, das Gespenst, mehr vor den Otis-Buben fürchtet als umgekehrt. Einzig Virginia, die Tochter, hat Mitleid mit dem zur Verdammnis verurteilten Sir Simon, der vor über fünfhundert Jahren seine Gattin umgebracht hat. Sie glaubt an seine Reue und ist wohl auch die einzige, die ihn erlösen könnte.

Rückblick

Das Gespenst von Canterville

Nach den  Weihnachtsstücken der vergangenen Jahre wollten die Mini-Moritzen zum ersten Mal ein abendfüllendes Stück auf die Bühne bringen.

Da es kein Märchen und auch kein Schulstück sein sollte, war es schwer, ein passendes Stück zu finden. Die Gruselkomödie „Das Gespenst von Canterville“ war eine große Herausforderung , die gleich 80 Minuten Spielzeit bedeutete, aber von den Nachwuchsschauspielern mit großem Erfolg gemeistert wurde.

Lord Eggbert, der souverän von Simon Hedrich gespielt wurde, und seine Frau Lady Eggbert, dargestellt von Lotta Langer, der perfekten englischen Adligen, müssen das altehrwürdige Schloss samt Dienerschaft und Schlossgespenst verkaufen. Jason, der Butler, gespielt von Tobias Rüddenklau, und Mrs. Umney, die Hausdame, dargestellt von Enrica Liese, sehen mit gemischten Gefühlen dem Verkauf entgegen. Die beiden Hausangestellten  haben ihre häufige Bühnenpräsenz und den großen Textumfang hervorragend gespielt und mit lustigen Dialogen das Publikum zum Lachen gebracht.

Die neuen Besitzer, Familie Otis aus Amerika, sind moderne, aufgeschlossene Menschen, die jahrhundertealtem Kettenrasseln und Stöhnen mit Hohn und Spott begegnen. Bald fürchtet sich das Gespenst Sir Simon, das hervorragend von Melina Hesse gespielt wurde, die die langen, schweren Dialoge lebhaft umsetzte, mehr vor den Otis Buben, als umgekehrt. Die drei frechen, zu etlichen Streichen aufgelegten Jungs wurden von Patrick Fehling, Michel Jordan und Luis Sinning gespielt. Sie brachten allein durch ihre Anwesenheit auf der Bühne die Besucher zum Lachen.

Einzig die Tochter Virgina, ruhig und liebevoll dargestellt von Hanna Schild, hat Mitleid mit dem zur Verdammnis verurteiltem Sir Simon.

Unterstützt wurde sie von dem Neffen Cecil, der von dem ruhigen Nils Homberger perfekt umgesetzt wurde. Der turbulente  Auftritt von Mr. Otis, gespielt von Timo Berndt, und seiner Frau, gespielt von Samira Sharbaji, sorgte am Ende des 2. Aktes für Spannung, Spaß und ein sich köstlich amüsierendes Publikum.

Unterstützt wurden unseren Schauspieler durch Fabienne Engelbrecht, die in diesem Jahr leider nicht mitspielen konnte, aber dafür die An- und Absage übernommen hat.

Das großartige Bühnenbild, das mit Hilfe der Eltern und der Moritzen gebaut wurde, sowie die hervorragende Leistung der Nachwuchsspieler, trugen dazu bei, dass die beiden Aufführungen ein voller Erfolg vor ausverkaufter Halle waren. Der Reaktion des Publikums nach zu urteilen, haben auch unsere Minis mit ihrem ersten großen Stück den Sprung ins Abendprogramm geschafft. Gratulation und ein donnerndes Mo-ritz, Mo-ritz, Mo-ritz , 1 2 3 Blasenkopf!!!

Wir freuen uns auf das nächste Theaterstück mit euch.