Spielzeit 2009

Rückblick auf die Spielzeit 2009

Die Moritzen haben im Herbst 2009 die Komödie „Dreistes Stück im Greisenglück“ aufgeführt. Die Theatergruppe des TV Westuffeln hat mit den 10 Aufführungen vor jeweils ausverkaufter Turnhalle in Westuffeln zugleich ihr 25-jährige Bestehen gefeiert.

Die Moritzen ziehen inzwischen Besucher weit über die Orts- und Gemeindegrenzen hinaus an. Die große Begeisterung und Freude der Zuschauer war am ausgelassenen Lachen und reichlich Applaus abzulesen.

Mit ihrer Ansage haben Lajla Sharbaji und Herbert Toischer die Zuschauer nicht nur zum „Warmlachen“ gebracht. Schon die Ansage war ein kleines Theaterstück für sich.

Die Amateurschauspieler haben wieder viel Lob für die hervorragende Besetzung und liebevolle Ausgestaltung jeder einzelnen Rolle erhalten. Besonders hervorzuheben ist der Einsatz von Lajla Sharbaji, die kurzfristig für die leider kurzfristig erkrankte Tanja Kampe eingesprungen war.

Der Erfolg der Moritzen hat viele Facetten und trägt auch zum wirtschaftlichen Erhalt der Turnhalle in Westuffeln und der sportlichen Arbeit des Turnvereins Westuffeln bei. Zugleich wollen die Schauspieler aber auch ganz persönliche soziale Projekte außerhalb des Vereins unterstützen.

Theatergruppe überreicht Spende an die Evangelische Altenhilfe

Da in dem diesjährige Stück auch manche Pointe zu Lasten der Bewohner im Seniorenheim „Greisenglück“ ging, war es für die Moritzen naheliegend deutlich zu machen, dass es sich nur um eine überspitzte und komödiantische Darstellung gehandelt hat. Dies ist am Besten möglich, wenn man Projekte unterstützt, die für Menschen, die nicht mehr im Mittelpunkt der Gesellschaft stehen, da sind. Doch auch am Ende des Stücks haben die Bewohner erfolgreich diejenigen Menschen in die Flucht geschlagen, die Ihnen bis dahin das Leben schwer gemacht hatten.

Die Moritzen und der TV Westuffeln haben daher einen Betrag in Höhe von 250,- € für das Projekt „Sinnesgärten“ des Freundes- und Förderkreis der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen Hofgeismar überreichen können.

Der persönliche Kontakt zu dem Projekt kam durch Christine Reichl zustande. Sie leitet ein Haus der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen Hofgeismar. Zugleich hat sie im Herbst die böse Schwiegertochter gespielt und musste dafür wiederholt über den eigenen Schatten springen.

Die Spende ist insbesondere dadurch zustande gekommen, dass jeweils für jede Vorstellung zwei Plätze in der ersten Reihe über eBay versteigert wurden. Diese Idee war ein voller Erfolg und wird wahrscheinlich auch in der Zukunft wiederholt werden.

"Dreistes Stück im Greisenglück"

Schwank in drei Akten von Bernd Gombold


Im Seniorenheim „Greisenglück“ führt Schwester Oberin, unterstützt vom Heimarzt, ein äußerst strenges Regiment, unter dem die Heimbewohner sehr leiden. Mit teils drastischen Strafmaßnahmen versucht sie, die Senioren einzuschüchtern und so für Ruhe und Disziplin zu sorgen. Opa Müllerschön, sein „verwirrter“ Zimmernachbar Paul, die schwerhörige Oma Irma und Opa Fritz wollen jedoch nicht kuschen und widersetzen sich der gestrengen Oberin bei jeder passenden Gelegenheit. Lediglich Fatima, die quirlige türkische Putzfrau und gute Seele des Hauses, hilft den Heimbewohnern, die alltäglichen Repressalien der Heimleiterin einigermaßen gut zu überstehen.


Probleme hat Opa Müllerschön auch mit seinem krankhaft geizigen Sohn Hermann und dessen Frau Berta. Anstatt sich um das Wohl des Vaters zu kümmern, gilt deren einzige Sorge der Tatsache, dass der alte Herr immer noch kein Testament gemacht hat. Bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit erinnern sie ihn daran.


Auch sein zweiter Sohn taucht auf und zeigt das Interesse an dem Erbe auf eine ganz besondere Art.

Opa Müllerschon weiß auch, wie man die schönen Seiten des Lebens genießt. Susi vom Friseurservice gehört somit zu den gern gesehenen Besuchern bei Opa Müllerschön.

Zunächst hat Opa Müllerschön nur in seiner Enkeltochter Karin eine treue hilfsbereite Verbündete, die ihn unterstützt und angesichts des kargen Speisplans im Heim mit allerhand Leckereien versorgt. Karin hat jedoch mit ihrem Freund Alex Probleme ganz anderer Art. Doch Opa Müllerschön weiß wie man mit Alex umgeht. Und nicht nur dabei findet Karin in ihrem Opa einen treuen Ratgeber, der ihr bei Problemen mit List und Tücke zur Seite steht…

… doch sehen und hören Sie selbst!

Fred Müllerschön (Hermann Kampe)
Er ist Heimbewohner im „Greisenglück“. Er ist humorvoll und treibt mit einigen Mitmenschen auch gerne einen Spaß.

Hermann Müllerschön (Christian Mische)
Der Sohn von Fred. Er ist äußerst geizig und hat nur Geld im Kopf.

Berta Müllerschön (Christine Reichl)
Sie ist Hermanns Ehefrau und ebenso geizig und an Freds Erbe interessiert.

Karin Müllerschön (Tanja Kampe)
Sie ist die Tochter von Berta und Hermann. Sie leidet unter ihren Eltern und sorgt sich um ihren Opa.

Alex (Martin Scheidler)
Der Freund von Karin. Er ist ein handfester Rocker mit einem weichen Kern.

Josef Müllerschön (Günter Rüddenklau)
Er ist der zweite Sohn von Fred. Er hat auf etwas andere Weise ein gestörtes Verhältnis zum Geld.

Sieglinde – Schwester Oberin (Carola Klüber)
Sie ist die Leiterin des Heims „Greisenglück“. Sie bestimmt die Vorgänge und hat harte Methoden um die Bewohner zu „erziehen“.

Fatima (Christine Rüddenklau)
Die türkische Putzfrau und Mädchen für alles im Heim ist auch die gute Seele des Hauses.

Paul Schnitzer (Wolfgang Engelbrecht)
Der Heimbewohner im „Greisenglück“ stiftet allerhand Unfug an.

Irma Bücheler (Susi Toischer)
Oma Bücheler hat allen gerade noch gefehlt. Wer macht mit beim Seniorenkreis?

Fritz Wirsing (Walter Kampe)
Er wohnt auch im „Greisenglück“ und lässt sich von Fred und Paul gerne bei deren Zeitvertreib mitziehen.

Susi vom Friseurservice (Katrin Pflüger)
Sie kümmert sich mit ihrem mobilen Friseurservice um das Wellnessprogramm.